Urlaub in Mayrhofen in Österreich

Mayrhofen – ein Urlaubsort für alle Jahreszeiten

Die Siedlungsgeschichte des Zillertals beginnt schon früh, die ersten Siedler stammten vermutlich aus dem Süden und kamen über das Joch ins Tal. Der Name der 1200 erstmals in einer Besitzurkunde des Erzstifts Salzburg erwähnten Urbanität leitet sich von dem bischöflichen Meierhof ab, der an dieser Stelle stand. Der Meier war ein Verwaltungsbeamter, der den Grund eines geistlichen oder adligen Herrn beaufsichtigte, ab dem späten Mittelalter (sechstes bis fünfzehntes Jahrhundert) konnte es sich auch um einen selbstständigen Bauern oder einen Pächter handeln. Nach dem Wiener Kongress (Politveranstaltung zur Neuordnung Europas aufgrund der Niederlage Napoleons 1814-1815) kam der inzwischen zur Ortschaft angewachsene ehemalige Meierhof zu Tirol in Österreich.

Der hübsche Ort liegt am Ende des schönen Zillertals, von dort zweigen die Täler Zillergrund, Zemmtal, Stilluptal und das Tuxertal ab. Zu Gemeinde gehören die in den Zillertaler Alpen liegende Zsigmondyspitze und der Ochsen mit um die dreitausendeinhundert Meter Höhe, der an der Grenze zu Italien liegende Große Löffler mit fast dreitausendvierhundert Metern sowie der Floitenturm mit gut zweitausendachthundert Metern, die Gemeindegrenze markiert die denkmalgeschützte Berliner Hütte. Erbaut wurde die ehemalige Schutzhütte des Alpenvereins bereits 1879, nach verschiedenen Umbauten entstand im Laufe der Jahre ein Übernachtungsplatz mit über einhundertachtzig Betten in Zimmer- und Matratzenlagern.

Fremdenverkehr

Die Entwicklung der Tourismus in Mayrhofen ist eng mit der Geschichte der Berliner Hütte verbunden, mit der Eröffnung des Hauses fingen auch die wissenschaftliche Alpenforschung und die Erschließung der Region für den Fremdenverkehr an. Der deutsch-österreichische Alpenverein begann damals weitere Schutzhütten zu bauen und Wege anzulegen, die zur Grundlage der heutigen Infrastruktur für Bergwanderer und das gedeihende Reisewesen wurden. Im Jahr 1902 eröffnete die Zillertalbahn, was weitere Impulse bei der Zunahme des Fremdenverkehrs mit sich brachte, Erich Kästners (1899-1974, deutscher Schriftsteller) Buch Notabene 45, in dem er seinen Erlebnisse während eines dreimonatigen Aufenthalts 1945 in Mayrhofen verarbeitete, verhalf der Region in der Nachkriegszeit sicherlich auch bei der Steigerung der Übernachtungszahlen.

Nachdem 1954 die Penkenbahn und 1969 die Ahornbahn das Erreichen der oberen Bergregionen erleichterte, wuchs Mayrhofen zu einem Ferienort an, den auch Gäste aus dem Ausland zu schätzten begannen. Erstaunlicherweise bekam Mayrhofen erst 1969 den Titel Marktgemeinde, die 1973 verliehene Ehrenfahne und 1989 erhaltene Ehrenplakette des Europarats steigerten den internationalen Bekanntheitsgrad des Ortes. Österreich verlieh der Ortschaft für ihre hervorragende Arbeit bezüglich Umweltschutz und Ortsbildpflege 1980 eine Auszeichnung.

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